Mittwoch, 5. Dezember 2007

Der Indische Ozean!

Zuerst einmal: Sorry an alle, bei denen ich mich nicht gemeldet habe. Ich war offline. Denn ihr muesst wissen, fuer ein IT Unternehmen ist es nicht einfach, auch nach einem Umzug in ein neues Buero Internet und Netzwerkkabel zur Verfuegung zu stellen, NEIN!

Endlich komme ich aber nun zu meinem obligatorischen Wochenendbericht vom vorletzten Wochenende! Es ist ja mal wieder SO viel passiert!

Das Wichtigste: Am Freitagmorgen (also vor 12 Tagen) kam mein Bruder in Joburg an. Ich habe ihn vom Flughafen abgeholt, von wo wir sofort 600km nach Durban an den Indischen Ozean gefahren sind. Da Markus noch so fertig von der Reise war, bin ich die Strecke durchgefahren.

In Durban wurden wir wider Erwarten von sehr vielen Wolken empfangen. Eigentlich scheint nämlich dort an 300 Tagen im Jahr die Sonne. Zwei von den 65 schlechten Tagen erwischten wir leider an diesem WE. Unser Backpacker, 30km südlich von Durban, war aber der Wahnsinn! Für 10 Euro die Nacht schliefen wir in einem riesigen Zimmer mit riesigem Bad. Vom Hostel konnten wir direkt aufs Meer gucken – tolle Atmosphäre. Für Markus ein gelungener Start in den Urlaub – trotz des Wetters. Abends kamen noch Linda und Tobi mit dem Flieger hinterher.

Am nächsten Morgen sind wir vor dem Frühstück am Strand laufen gewesen – WAHNSINN! Es war das erste Mal, dass ich hier nicht auf dem Laufband, sondern in freier Wildbahn laufen war. Ich hatte vergessen, was für ein gutes Gefühl das ist.

Den Tag haben wir in uShaka verbracht, einem Wasserpark mitten in Durban. Dort gibt es riesige Aquarien mit allen möglichen Fischen, Delfinshows, Seehundshows und einen großen Wasser- und Rutschenpark. Zu letzterem sollte es leider nicht kommen, da die Luft so kalt war und es später auch noch in Strömen zu regnen begann. Dafür haben wir viele Surferklamotten zu Spottpreisen gekauft. J

Am nächsten Morgen standen wir um 5 Uhr auf, denn um 6:15 Uhr hatten wir ein Date im Hafen von Durban, um mit einem kleinen Boot aufs Meer hinaus zu fahren und Wale zu beobachten. Doch leider wurde aus der Mission Whale Watching nichts, denn die Wale kamen einfach nicht raus. :( Aber dennoch war es ein Erlebnis, denn zunächst lernten wir die Hainetze kennen, die angeblich den Strand Durbans von Haien freihalten sollen. Ob das so funktioniert, blieb zweifelhaft. DIREKT vor dem Strand beobachteten wir dann Delfine, die durch die Wellen surften. Ein tolles Schauspiel, ich wäre am liebsten reingesprungen und mitgeschwommen! Als wir später auf dem offnenen Meer vergeblich auf Wale warteten, wurden wir durch den heftigen Wellengang ordentlich durchgeschüttelt. So wurde das Whale Watching eher zu einer Achterbahnfahrt.

Nach einem ausgiebigen Frühstück am Hafen (Feststellung: Morgenstund hat Gold im Mund!) verabschiedeten wir uns von Tobi und Linda und fuhren weiter nach St Lucia, was 200 km weiter im Norden liegt. Unser Backpacker bot verschiedene kostenlose Aktivitäten an, so dass wir zunächst einmal eine Rundfahrt machten und alle Hotspots abklapperten. Danach machten wir uns zu einem Strandlauf/-walk auf. Die Landschaft kann man sich folgendermaßen vorstellen: Große Seenlandschaft mit National Park und dahinter schließt sich direkt das Meer an. In den Seen tümmeln sich Krokodile und Nilpferde, die man aus kürzester Entfernung beobachten kann. Gerade bei den Hippos ist jedoch Vorsicht geboten, da sie bislang in Südafrika die meisten Menschen umgebracht haben. Es ist kaum zu glauben, aber diese fetten Geschöpfe können eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h erreichen!

Nach dem Gammeln am Strand gingen wir wieder ins Hostel, wo wir unseren Braai vorbereiteten. LECKER! Danach profitierten wir wieder von den kostenlosen Angeboten des Hostels und nahmen an einem Night Drive teil. In einem Safaribus klapperten wir den ganzen Park ab, um nach Tieren Ausschau zu halten. Leider war es zu kalt, so dass wir nicht viele sahen. Ein Highlight war aber definitiv das Auffinden von Chamäleons durch unseren Guide.

Am nächsten Morgen wurden wir wieder durch den Greater St Lucia Wetland Park geführt – zu Fuß. Nilpferde, Nashörner, Zebras, Käfer und zahlreiche Vögel standen auf dem Programm. Und das alles in einer wunderschönen südafrikanischen Gegend – toll!

Markus und ich fuhren anschließend auf eigene Faust weiter in den National Park hinein. Wenn man während der Fahrt durch einen National Park keine Tiere sieht, hat man irgendetwas falsch gemacht. Wieder sahen wir Affen, Wildschweine und viel mehr. Am Ende des Parks liegt das Cape Vidal, welches durch seine wunderschönen Strände besticht. Vorsorglich hatten wir uns Schnorchelutensilien gekauft, so dass wir viele Fische direkt am Strand beobachten konnten. Leider war der Wind so stark, dass wir gezwungen waren, bald wieder die Heimreise anzutreten.

Auch diese war eine Reise wert. Unser Weg führte uns durch Berge und kleine Dörfer entlang an der Grenze zu Swaziland. Es ist jedes Mal wieder interessant zu sehen, wie die Menschen auf dem Land leben. Nebenbei wurde uns auch noch ein toller Sonnenuntergang zuteil.
Müde, aber glücklich erreichten wir nach 7-stündiger Fahrt wieder Midrand, wo wir nur noch ins Bett fielen.



reunified



Chillen im Backpacker in Durban




Mit Linda und Tobi beim Abendessen




uShaka Waterworld



Blick vom Backpacker um 5 Uhr morgens, denn Morgenstund hat Gold im Mund




Auf dem Whale Watching Boot




Ein Delfinfischchen vor Durban



auf hoher See



10 m Abstand zwischen dem Krokodil und mir



am Strand von St Lucia



Ein kleines Chamaeleon beim Night Drive (NEIN, ich war nicht fertig!)



Die Hippos



Eingang des Greater St Lucia Wetland Parks



Am Cape Vidal



Meine neuen Havaianas auf den Mission Rocks



Sun Set, irgendwo zwischen St Lucia und Joburg

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