Montag, 19. November 2007

Party, Loewen und die Apartheit

Donnerstag: Mellies Abschied


Nun ist es soweit - meine Mitbewohnerin Mellie fliegt widerwillig zurueck nach Deutschland und laesst mich mit unserer Vermieterin Glynis allein. :( Aus diesem Grunde gab's am Donnerstag eine kleine Feier zu ihren Ehren, inkl. Braai.

links: Mellie, Jan, ich, Linda, Steffen (alle ausser Mellie sind die Mozambique-Crew)


links: mit Georg und Linda, rechts: Caro und ich habe Dirk die Haare geglaettet. Huebsch, was?












Freitag: Barraeumung und Manhattan

Am Freitag fand dann nach der Arbeit die angekuendigte Barleerungsparty im Office statt, zu der aufgrund unseres Umzugs geladen wurde. Es gab neben Pizza und anderen Snacks jedes Getraenk, was man sich vorstellen kann. Dazu spielten wir Dart, wobei ich mal wieder mein riesiges Talent fuer solche Spiele zeigte... ;)

links: Andrew (der ist wirklich so klein), Monique, meine Wenigkeit und Oliver, die Haelfte meiner Abteilung

Spaeter fuhren wir dann weiter ins Manhattan, einen angeblich sehr stylishen Club in Joburg, wo wir die deutschen Praktikanten trafen. Dort feierten wir, bis der Techno kam... ;) Es war lustig!









links: Diese vier Reihen Getraenke hat mein Kollege Len ausgegeben
rechts: Nach dem Verzehr mit meinen Kollegen Oliver und Len
Samstag: Golfen und Lions Park
Samstagmorgen stand dann unsere fuenfte Golfstunde an. Laut unserem Trainer Llewellyn verbessern wir uns tagtaeglich, auch wenn wir das nicht immer glauben wollen.
Anschliessend fuhr ich mit Linda und Jan in den Rhinos and Lions Park. Lindas Benzin reichte noch fuer 20km, dementsprechend spannend wurde auch die Reise... Als der Kilometerstand schon bei 0 war, erreichten wir finally eine Tankstelle. Rettung in letzter Sekunde.
Im Park sahen wir auch tatsaechlich Loewen DIREKT neben unserem Auto. Wir mussten lediglich aufpassen, dass die Loewen uns nicht unsere Autoreifen zerbissen. Schon imposante Tiere! Weiterhin konnten wir die Fuetterung der Wild Dogs, Geparde und White Lions verfolgen. Die Ranger schmissen einfach ganze Kuehe von ihrem Pickup...
Spaeter waren wir noch in der drittgroessten Hoehle Suedafrikas. Das war eine riesige Tropfsteinhoehle mit beeindruckenden Formationen. Leider reichte der Blitz meiner Kamera nicht...


Hier die White Lions mit ihrem Opfer, der Kuh


Diei Cheetahs werden gefuettert


Der Loewe ging ganz gemuetlich direkt neben unserem Auto lang.

Loewen im Schatten
Linda und ich liehen uns abends 2 DVDs aus, gingen viele ungesunde Dinge einkaufen, kochten lecker (so viel, dass wir noch nicht einmal unsere Suessigkeiten mehr schafften) und schauten die Filmchen an. Um 22 Uhr war Schicht. :)

Sonntag: Apartheitsmuseum
Morgens schauten wir uns noch einen Film an, um die Gammelstimmung aufrecht zu erhalten, danach fuhren wir zum Golfplatz, um ein bisschen zu ueben und montags den Trainer zu beeindrucken ;)

Danach fuhren wir mitten durch Joburg ins Apartheitsmuseum, wo es Informationen ueber die Entstehung der Apartheit bis zu ihrem Ende gibt. Am Anfang war das Ganze etwas langwierig, jedoch wurde es mit der Zeit immer interessanter.

Waehrend der Apartheit mussten die Schwarzen beispielsweise in abgeriegelten Townships wohnen, durften ab 22 Uhr nicht mehr draussen rumlaufen und hatten auch so keine Rechte.

Weiterhin war alles nach Black and White getrennt. Es gab getrennte Telefonzellen, getrennte Bushaltestellen, getrennte oeffentliche Toiletten, getrennte Taxis, getrennte Restaurants
- alles war eigentlich getrennt, denn die weissen Politiker glaubten, die Schwarzen wuerden die Weissen verderben und hatten Angst, dass die Schwarzen an die Macht kaemen und alles zerstoeren wuerden.

Es waren beispielsweise auch Ehen zwischen Schwarzen/Coloureds und Weissen verboten.
Leider kamen wir nicht bis zum spannenden Teil des Endes der Apartheit, da wider Erwarten das Museum um 17 Uhr seine Tueren schloss und wir rausgeschmissen wurden.

Jedoch waren wir schockiert von der Brutalitaet, mit welcher die Schwarzen behandelt wurden. Zwar habe ich dieses Thema schon in Englisch durchgenommen, aber vor Ort wird das Ganze natuerlich noch einmal aus einer voellig anderen Perspektive betrachtet.
Allerdings gibt es erstaunlicherweise einige Schwarze, die sagen, dass es waehrend der Apartheit besser gewesen sei. Es habe keine Kriminalitaet gegeben, alles sei sicher gewesen und die Einschraenkungen waeren nicht so schlimm gewesen.


links: Joburgs Skyline von der Autobahn





Hier zwei Frauen auf der Autobahn, die seelenruhig hinten auf dem Pickup sitzen. Normalerweise ist die Ladeflaeche proppenvoll!

Ein alltaeglicher Sonnenuntergang aus dem Auto fotografiert.
Ich wuensche euch eine gute Woche!
Eure Andrea

Montag, 12. November 2007

Survival of the fittest ODER: Hiking in den Drakensbergen


Die Gruppe (v.l.): Norman, Georg, Willem, ich, Sidney, Jenny, John, Eva

Wie bereits angekuendigt, fuhr ich am Freitag mit einer 8-koepfigen Gruppe bestehend aus 3 Suedafrikanern und 4 Deutschen in die noerdlichen Drakensberge zum Wandern. Ziel: Der 3,005m hohe Cathedral Peak.


Aufgrund des Staus, der uns viel Zeit kostete, kamen wir nach ca. 7-stuendiger Fahrt am Campingplatz an, wo wir die erste Nacht in 3 Zelten verbringen wollten. Die Ankunft wurde mit einem fantastischen Braai und den dazugehoerigen Getraenken zelebriert. Als Kulisse bot sich uns ein klarer Sternenhimmel dar, an dem aufgrund der Hoehe unzaehlige Sterne zu sehen waren.



Am naechsten Morgen um 5 Uhr klingelten die Wecker. Nach einer eiskalten Dusche war ich fit und fuer den Weg geruestet. Leider gestaltete sich der Aufbruch langwieriger als erwartet, da zunaechst die Zelte abgebaut werden, wir zum Start fahren mussten und zu guter Letzt Willem auch noch unsere Karte vergass.




Erstes Hindernis: Ueberquerung des Flusses, welches wir mit Bravour meisterten.












Leider war die Fitness unter den Mitwanderern nicht wirklich gleich, so dass wir anfangs sehr oft warten mussten. Dafuer konnten wir aber die wunderschoene Kulisse bewundern, welche uns dargeboten wurde: Die Drakensberge bestehen aus sich aufstufenden Plateaus, so dass es zahlreiche Ebenen sowie ebenso viele Steilhaenge gibt, die es zur ueberwinden gilt. Hinzu kommt, dass die gesamte Flaeche mit Gras ueberzogen ist, so dass die Berge aussehen, als waeren sie mit Teppich ausgelegt.

Nachdem die Abstaende immer groesser wurden und wir immer laenger warten mussten, entschlossen sich die beiden deutschen Maedels zur "Aufgabe" und blieben in der Hoehle, in welcher wir in der kommenden Nacht schlafen wollten.

Ich ging mit den 2 Suedafrikanern (der andere war direkt von Anfang an im Tal geblieben) und den 2 deutschen Jungs weiter - und leichter wurde es nicht. Besonders beschwerlich war die Tatsache, dass wir unser komplettes Gepaeck auf dem Ruecken trugen, sprich Schlafsack, Isomatte, Klamotten, Essen, Kochausruestung etc.



























Links Aufstieg auf dem Plateau, rechts (im hinteren Bildteil) der Cathedral Peak















Durch die Verzoegerung am Anfang gingen bzw. kletterten wir in recht zuegigem Tempo, um unser Ziel noch zu erreichen. Insgesamt mussten naemlich auf einer Strecke von etwa 10km ca. 1500 Hoehenmeter zurueckgelegt werden. Zwischendurch machten wir einige Pausen, um die Landschaft zu geniessen und uns von den Strapazen zu erholen.












Als wir fast die Spitze erreicht hatten, beschloss Sidney, uns alle auf andere Namen zu taufen, um den entsprechenden Besonderheiten gerecht zu werden. Seitdem nannten sich die Gruppenmitglieder wie folgt: Awesome German (alias Norman), Wille Willem (Der schnelle Willem), Super Boer (Super Bure alias Sidney) und ich kam in die Ehre des Namens Unbelievable Andrea, da Sidney sich nicht mehr einkriegen konnte, dass ich "such a tough German woman" war. Es kam sogar soweit, sein Selbstwertgefuehl zu zerstoeren, denn er sagte: "I don't feel like a man any more!" :D Ich glaube, ich habe davon profitiert, dass meine Eltern mich in meiner Jugend (hihi) immer durch die Alpen gejagt haben (an dieser Stelle ein dickes Dankeschoen!).









links: Gruppenbild kurz vor dem Gipfel, rechts: Die Jungs auf dem schwersten Stueck

Ganz die Spitze erreichten wir jedoch nicht mehr, denn in den Drakensbergen kann das Wetter sehr schnell umschlagen und im worst case ziehen starke Stuerme innerhalb kuerzester Zeit herein. Kurz vor dem finalen Anstieg zog es urploetzlich zu, so dass wir uns nach ein paar Minuten zur Rueckkehr gezwungen sahen. 100 Hoehenmeter haetten uns noch gefehlt, aber die Sache war zu riskant.



















links: Georg mit Pavian Schaedel, rechts: giftige Bergschlange auf dem Weg

















Der Abstieg vollzog sich recht schnell, obwohl wir alle sehr muede waren und unsere Beine ordentlich schmerzten.













Wieder an der Hoehle ging ich erst einmal unter die natuerliche Bergwasserdusche. KALT! :) Georg und ich sammelten Holz fuer unser illegales Feuerchen, die Maedels zauberten ein leckeres Mahl auf den beiden Gaskochern und auf diese Weise liessen wir den Tag ausklingen. Wir schliefen in der Nacht in Reih und Glied in der bitterkalten Felsenhoehle auf dem harten Boden und froren uns offen gesagt den Arsch ab. Aber es war eine Erfahrung.











links: Sidney, Georg & ich beim Chillen vor der Hoehle, rechts: Norman gammelt am Feuer

Am naechsten Morgen wachten wir um halb 7 auf, fruehstueckten und packten die Sachen zusammen. Den grossen Muellsack trug Super Boer, der sich mittlerweile wieder wie ein Mann fuehlte. ;) Aber wir alle hatten starken Muskelkater, wohl durch den steilen Abstieg bedingt.

Innerhalb von einer Stunde schafften wir den Abstieg, durchquerten den Fluss und kamen um 10 Uhr wieder am Hotel, unserem Ausgangspunkt, an, wo wir uns erschoepft, aber gluecklich "that nobody died" (wie eigentlich prophezeit) ein Bier goennten.

Im Anschluss daran sprangen wir noch eine Runde in den Pool und machten uns schliesslich mittags wieder auf den Heimweg.











Hier Sidney bei seiner Pool-Akrobatik:












Auf dem Rueckweg kamen wir noch an dem 88km langen See vorbei, ueber welchem wir Cape Vultures (Geier) beobachten konnten. Insgesamt gibt es in Suedafrika ueber 3000 verschiedene Vogelarten, unter anderem in den Drakensbergen ein Spezie, von der nur noch 400 in der ganzen Welt existieren.

Wir brauchten fuer die Fahrt nur 4h, so dass ich um 17 Uhr zu Hause ankam und mich nur noch mit Brokeback Mountain und einer grossen Tuete Chips ins Bett verzog.

Heute geht's mir eher bescheiden. Ich gehe so wie eine Oma, weil meine Muskeln so schmerzen. ;( Aber das war es wert!

Donnerstag, 8. November 2007

Kuriositaeten

Irgendwie faellt mir hier immer so viel Kurioses auf ich denke mir dann, "Au ja, musste unbedingt in dein Blog schreiben" und jetzt sitz ich hier, ich armer Tor und weiss soviel als wie zuvor. Man merkt, dass ich unweigerlich auf die 22 zugehe, da ist das Gedaechtnis halt nicht mehr das, was es mal war. Gut, dass das Studium nicht mehr so lange dauert. ;)

Hm, aber ich wollte ja was erzaehlen. Das Leben ist hier einfach anders, was ja auch nicht sehr verwunderlich ist, schliesslich befinde ich mich auf der Suedhalbkugel UND dazu noch in Afrika.

Neulich fuhr ich mit meinem kleinen Citi Golf schoen auf der Autobahn in Richtung Centurion, wo sich unser Golfplatz befindet. Auf einmal guck ich nach links, guck noch mal, reib mir die Augen und sehe eine komplette 6-koepfige dunkelhaeutige Familie, die auf dem schmalen Streifen zwischen Auffahrt und linker Spur (man beachte, dass wir uns im Linksverkehr befinden) mit kompletter Reiseausruesting (Koffer, Taschen etc.) stehen, wahrscheinlich wartend auf ein Mini Taxi, welches das Hauptverkehrsmittel fuer die Schwarzen hier ist. Ich find's ja immer bloed, so zwischen Schwarz und Weiss zu differenzieren, aber da gibt es hier schon enorme Unterschiede bzgl. des Lebensstils. Naja, es war jedenfalls nicht das erste Mal, dass ich Menschen ueber die Autobahn laufen sah. Nach dem Gewinn der Rugby-WM trafen wir auch viele fahneschwenkende Menschen dort an, die einfach ihrer Freude Ausdruck verleihen wollten. Manchmal (bzw. eigentlich immer) frage ich mich aber, wieviel diesen Menschen ihr Leben eigentlich wert ist, denn die Autobahnen sind nicht so die Sichersten.

Auch lustig: Es gibt zwischen linker und rechter Fahrbahnseite auf dem Highway keine Leitplanken, sondern nur einen ca. 5 m breiten Grasstreifen. So kommt es, dass sich so mancher mitten auf der Autobahn zu einem U-Turn entschliesst... Es gibt auch auf kleineren Autobahnen Ampeln und Stopschilder. :D

Grundsaetzlich (und das kann definitiv verallgemeinert werden) ist in der Rushhour zwischen Joburg und Pretoria ALLES zu mit Verkehr. Ich weiss nicht, warum, aber die Leute hier koennen einfach nicht Auto fahren. Reissverschlussverfahren haben sie anscheinend noch nie gehoert, denn vor Ab- oder Auffahrten staut sich der Verkehr immer. Es existiert zwar auch eine Art "Linksfahrgebot", aber daran haelt sich kein Mensch. Es kommt vor, dass auf dem mittleren Fahrstreifen irgendeine Schleuder mit 40 km/h rumkurvt. Links zu ueberholen (also das Gleiche wie rechts ueberholen in D-land) ist ebenfalls an der Tagesordnung.

Die Menschen hier sind allgemein, jetz mal jelinde jesacht, total lahmarschig. Tut mir ja jetzt auch, das so zu sagen, aber besser kann es einfach nicht ausgedrueckt werden. Letztens war ich im Supermarkt, um ein paar dieser super leckeren Fleischspiesse fuer's Grillen zu erwerben. Gut, dass ich das in der Mittagspause gemacht habe und genuegend Zeit mitgebracht hatte. ;) FREUNDE! Bis die Dame erst mal verstanden hatte, was ich gerne kaufen wollte, vergingen mindestens 5 min. Im Anschluss daran begann sie in aller Seelenruhe, Verpackungsmaterial fuer die Spiesse zu suchen. Das dauert natuerlich auch, denn man kann ja nicht vorher ahnen, dass ggf. Leute kommen KOENNTEN, die Fleisch an einer Fleischtheke kaufen wollen (also weitere 5 min). Als dies nun endlich geschafft war, wurde mit einer Engelsgeduld jede Kiste einzeln herausgeholt, um dann doch festzustellen, dass es die falsche Kiste war. Die Spiesse wurden dann, trotz meiner versuchten Intervention durch lautes "Schreien", dass dies sowohl die Falschen, als auch die falsche Anzahl seien, in die Schale gelegt (weitere 5 min vergingen). Nun das Einpacken. War ja gut gemeint, aber ich brauche zur Verpackung meiner Spiesse nicht eine 1m dicke Cellophanschicht. Schliesslich der finale Akt: Das Pricing! Das geht wie folgt: Spiesse lange anstarren, um ihre Gattung zu identifizieren (es war ja auch schon etwas her, dass ich meine Bestellung aufgegeben hatte), dann zur Theke schleichen, Preise ablesen, feststellen, dass es DOCH keine Schweine-, sondern Huehnchenspiesse waren, weiter zu den Huehnchenspiessen schleichen, zurueck zur Kasse, oh scheisse, Preis vergessen, wieder zurueckschleichen, Preis diesmal wirklich merken, und mit dem Ein-Finger-System eintippen. FERTIG! Vergangen sind seit meiner Bestellung in etwa 20min. Gut, dass ich ein solch geduldiger Mensch bin. Ihr kennt mich ja... ;)

Die Arbeitsmoral ist auch sehr lustig. Zitat jeden Morgen: "Oh shit, ich bin ja SO im Stress, ich weiss gar nicht, wie ich das alles schaffen soll, ich habe gestern noch bis nachts an der Arbeit gesessen, ich kann gar nix mehr." Da kommt dann das erste Mitleid auf. Nun sollte aber eine gruendliche Analyse der Arbeitsweise erfolgen. Die sieht folgendermassen aus: Erste Aktion: Beim MSN Messenger anmelden. Oh, alle Freunde sind da! Chatten bis die Finger brennen. Dann Sportvideos vom Rugbyspiel des Vortages anschauen, das Spiel gruendlich mit den Kollegen ausdiskutieren. Nach so viel Stress ist erst mal eine Kaffeepause angesagt. Es folgt eine Raucherpause (die erste von mindestens 20 am Tag). Irgendwann kommt dann der alte Stress wieder auf (warum nur??!??), noch schnell eine Runde Spider Solitaer spielen und dann feststellen, dass das Wetter ja heute leider so deprimierend ist, dass man eigentlich gar nicht arbeiten kann. Mittagessen wird aber grundsaetzlich ausgelassen, denn es soll ja auch demonstriert werden, dass man im Stress ist. Ja, soweit dazu. Ich moechte an dieser Stelle bitte anmerken, dass das Ganze "etwas" ueberspitzt dargestellt ist. Gearbeitet wird schon, nur das Tempo kann mit dem deutschen nicht so mithalten... :D

Das soll erst mal reichen. Ich bin naemlich SO im Stress und muss ja noch SO viel tun. Daher verabschiede ich mich nun in meinen wohlverdienten Feierabend.

Ich wuensche allen treuen Lesern, die es bis hier hin geschafft haben, ein wunderbar ereignisreiches Wochenende und beim naechsten Mal erzaehle ich euch dann, wie man so in den Drakensbergen wandern geht. Kommt aber erst gleich - nach der naechsten Maus. ;) Aehhh, ich mein Wochenende.

Montag, 5. November 2007

Unser erster Braai

Braai??!?? Wat isn dat? Hab ich mich auch gefragt, als ich es zum ersten Mal hoerte. Zur Aufklaerung: Ein Braai ist eine suedafrikanische Grillparty. Anlass war am Freitag der Umzug von Caro, Steffi und Joachim in ihr neues Cottage, zu dem alle deutschen Praktikanten geladen waren. Lustig war's. Wir haben viel gegrillt und bis in die Nacht gefeiert - sehr zum Leidwesen der Nachbarn. Die Leute sind alle echt sehr cool und locker drauf. Hier ein paar fotografische Impressionen...


















Am Samstag haben Steffen und ich unsere Golfstunden klar gemacht. 12h inkl. allem gibt es fuer ca. 120 Euro, und dazu bekommen wir die Platzreife. Is doch toll! Das Lustige an dem Golfplatz ist, dass er eher in einem Wohngebiet liegt bzw. auf dem Golfplatz befinden sich kleine bis sehr grosse Villen und Palaeste. Steffens Plan: Fensterscheiben treffen. ;)

Spaeter sind wir dann noch an einen See gefahren, wo es angeblich billige Handys geben sollte. Gefunden haben wir aber zunaechst mal nur einen Zoo am Wasser, den wir dann auch spontan besichtigt haben. Endlich haben wir mal Wildkatzen gesehen, wenn auch leider nicht in freier Natur. Amuesant waren auch die sich paarenden Schildkroeten, die neben dem Kratzen ihres Panzers auch noch laute Geraeusche von sich gaben. :D

Finally haben wir auch noch die Markthallen gefunden, wo es die Handys geben sollte. Es gab dort verschiedenste Staende mit afrikanischer Kunst. Unmittelbar nach unserem Naehern der Hallen kamen suedafrikanische Verkaeufer auf uns zugerannt und haben uns bestuermt, doch ihre Artikel zu kaufen. "I make you guuuuuuud prrrrrrice" und "Let's make guuuuuud business" gehoerten zu ihrem Standardrepertoire. Aber sie wussten auch auf die Traenendruese zu druecken, dass wir das "Zulu Tribe" unterstuetzen muessten und weiteres bla bla bla. Zum Glueck hat Steffen mich schliesslich gerettet, denn wenn man einmal da drin ist, kommt man nicht mehr so schnell raus.









Sonntags haben wir nur am See in der Sonne gechillt. Ein paar von unserer Gruppe wollten Wakeboarden, jedoch ging nach einem Mal ins Wasser fallen leider die Anlage kaputt, so dass wir uns nur mit der Sonne begnuegen mussten. Auch mal nicht so schlecht.











Mittlerweile hat sich eine etwas festere Gruppe hier etabliert, die aus etwa 12 Leuten besteht. Das ist echt ganz cool, denn es gibt staendig was zu tun und es gibt immer irgendwen, der Lust und Zeit hat, wegzufahren. Dieses Wochenende waren wir doch tatsaechlich vier Mal zusammen essen. Unglaublich! Obwohl die Preise nicht so hoch sind, geht es auf Dauer doch irgendwie ins Geld. Am Sonntag gab's Sushi, find ich aber ehrlich gesagt eher nicht so schmackhaft. Da ess ich lieber Fast Food... ;)

Ich kann es kaum glauben, dass wir nun schon einen Monat hier sind. Die Zeit ist vergangen wie im Flug, was mir doch zeigt, dass ich mich hier eingelebt habe und es mir gut geht. Denn das tut es, trotz einiger verbesserbaren Dinge wie Arbeit und Sicherheit. Aber mit der Arbeit geht es nun etwas besser voran und an die Sicherheitslage habe ich mich gewoehnt. Man darf sich einfach keinen Kopf machen, dann passt das schon.