Mal wieder fuehrte mich mein Weg an den Indischen Ozean, dieses Mal aber soweit noerdlich wie moeglich. In Kosi Bay, direkt an der Grenze zu Mozambique, fand ich mit Lindchen, Janni Bunny und Steffen Bernd ein lauschiges Backpackers mit dem enthusiastischen Mike als dessen Eigentuemer. Urspruenglich wollten wir nur nach Mozambique, jedoch stellte sich die Tatsache, dass wir keine adaequate Unterkunft finden konnten, als Gluecksgriff heraus. Doch dazu spaeter mehr.
Unser Backpacker, die Thobeka Lodge, befand sich mitten im Dschungel, umgeben von kleinen Huetten, die von der schwarzen Landbevoelkerung bewohnt werden. Wir wohnten in Bambushuetten, die alle mit Mueckennetzen ausgestattet waren, denn wir befanden uns in einem Malariagebiet mit geringem Risiko. Daher habe ich die Malarone auch zu Hause gelassen und mich lieber nur auf mein gutes altes Tabard verlassen. Wollte mir den Urlaub naemlich nicht von Wahrnehmungsstoerungen und Panikattacken verderben lassen, die die Malarone als Nebenwirkungen mit sich bringt.
Wie dem auch sei, Mike war ein ganz schoener Fuchs. Im Laufe der Zeit wurde er mir immer suspekter. Zunaechst zockte er von uns pro Person jeweils 15 Euro fuer eine Fahrt an den Strand in seinem 4x4 ab. Fuer alle guten Kopfrechner ergibt sich somit ein Tarif von 60 Euro fuer uns 4, den er fuer einen Zeitaufwand von hoechstens 90 Minuten erhielt. Darauf folgten noch weitere dubiose Aktionen, die mich sehr an seiner Glaubwuerdigkeit zweifeln liessen, aber es konnte ihm nichts nachgewiesen werden.
Aber natuerlich machte das unseren Urlaub nicht aus. Die ersten beiden Tage verbrachten wir am Traumstrand von Kosi Bay, der aber in der Tat nur mit einem 4x4 erreichbar ist. Es war wirklich wunderschoen! Die Sonne brannte nur so vom Himmel, das Wasser war kristallklar und warm wie Badewasser, die Wellen hatten genau die richtige Hoehe und Staerke, der Sand war weich, der Strand menschenleer und die Stimmung zwischen uns einfach bombig. Am zweiten Tag waren wir schnorcheln und haben diverseste Fische beobachten koennen, u.a. auch Moraenen... buaaaaaa! Viel kann ich dem eigentlich gar nicht mehr hinzufuegen. Auch in diesem Falle lasse ich die Bilder sprechen...
Spass in der Brandung (die man auf den Bildern grad nicht sieht)

links: Sprint von den Duenen ins Meer, rechts: Linda vertritt Siemens, Jan den VfB und ich die Vertreter der Pinken Fraktion ;)

Auch Abspacken muss mal sein

Der See vor dem Meer und das Loeschen eines kleinen Brandes

Auf dem Weg zum Strand

The beach
So sieht's aus
Am dritten Tag passierte jedoch ein grosses Unglueck: Meine Kamera gab ihren Geist auf! Dabei ist sie erst ein halbes Jahr alt! Gerade bei unserem Ausflug nach Mozambique liess sie mich unwiderruflich im Stich und schoss nur noch unscharfe Bilder. Es war ein Mysterium, da ich immer gut auf sie aufgepasst habe, aber anscheinend tat ihr die hohe Luftfeuchtigkeit nicht gut. Daher kann ich leider zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit Bildern dienen, die ueber den zweiten Tag hinausgehen.
Ja, aber nun zu Mozambique: Mike hatte seinen 4x4 um zwei Sitzbaenke auf der Ladeflaeche erweitert, um noch zwei Hollaenderinnen mitzunehmen (was im Uebrigen seinen Gewinn noch um einiges vergroesserte). So fuhren wir also im stroemenden Regen gen Grenze, die ca. 15 km entfernt war. Die Bestechung wegen des Visums, welches wir zum Eintritt benoetigten und das 18 Euro kosten sollte, schlug leider (LAUT MIKE) fehl, so dass ich mich nun stolze Besitzerin eines 30 Tages Visums in meinem Reisepass nennen darf. Als wir endlich das Land betraten, wurde uns unmittelbar klar, dass wir Glueck hatten und dort keine Unterkunft gefunden hatten, denn es gab keine befestigten Strassen, sondern lediglich Dirt Roads, aus Sand bestehend, die nur mit einem 4x4 bewaeltigt werden konnten. Mike dueste mit uns durch die Landschaft bis zur ersten Ortschaft – Ponta d’Oura. In Mozambique wird hoechst offiziell Portugiesisch gesprochen und auch der Baustil sieht sehr mediterran aus. Ponta d’Oura ist ein nettes Oertchen mit einem Wahnsinnsstrand, das Wasser war noch klarer als in Kosi Bay, obwohl das eigentlich gar nicht mehr geht. Der Regen hatte sich natuerlich laengst gelegt, so dass wir ausgiebig Zeit fuer einen Strandspaziergang und ein Bad im kuehlen Nass hatten. Mittags assen wir frischen Fisch direkt am Strand – lecker! Es war einfach herrlich und als Sahnehaeubchen hatten wir erwaehnten Stempel plus Visum im Pass. Wenn das mal kein toller Tag war! ;)
Dienstags verabschiedeten wir uns in der Frueh dann schweren Herzen von Mike und machten uns auf, um das naechste Land zu erkunden: Swaziland, nach Gambia das zweitkleinste Land Afrikas, das von einem Koenig regiert wird. Die Landschaft wird ziemlich von Bergen dominiert und erinnerte uns ab und an ziemlich an die Alpen. Obwohl das Wetter nicht gut war, war Swaziland dennoch sehenswert. Leider blieb uns nicht die Zeit, uns naeher mit den Traditionen der Swazzi zu beschaeftigen, so dass wir wohl oder uebel noch mal zurueckkehren muessen... ;)
Jetzt wuensche ich euch aber erst mal allen wunderschoene Weihnachten und ein tolles neues Jahr 2008, in dem wir uns ja allerspaetestens froh und munter wiedersehen. Ich hoffe, ihr habt eine gute und ruhige Zeit und eine schoene Feier. Macht es gut, ich denke dann mal an euch, wenn ich in Cape Town in der Sonne bin.
Alles LiebeEure Andrea
Ja, aber nun zu Mozambique: Mike hatte seinen 4x4 um zwei Sitzbaenke auf der Ladeflaeche erweitert, um noch zwei Hollaenderinnen mitzunehmen (was im Uebrigen seinen Gewinn noch um einiges vergroesserte). So fuhren wir also im stroemenden Regen gen Grenze, die ca. 15 km entfernt war. Die Bestechung wegen des Visums, welches wir zum Eintritt benoetigten und das 18 Euro kosten sollte, schlug leider (LAUT MIKE) fehl, so dass ich mich nun stolze Besitzerin eines 30 Tages Visums in meinem Reisepass nennen darf. Als wir endlich das Land betraten, wurde uns unmittelbar klar, dass wir Glueck hatten und dort keine Unterkunft gefunden hatten, denn es gab keine befestigten Strassen, sondern lediglich Dirt Roads, aus Sand bestehend, die nur mit einem 4x4 bewaeltigt werden konnten. Mike dueste mit uns durch die Landschaft bis zur ersten Ortschaft – Ponta d’Oura. In Mozambique wird hoechst offiziell Portugiesisch gesprochen und auch der Baustil sieht sehr mediterran aus. Ponta d’Oura ist ein nettes Oertchen mit einem Wahnsinnsstrand, das Wasser war noch klarer als in Kosi Bay, obwohl das eigentlich gar nicht mehr geht. Der Regen hatte sich natuerlich laengst gelegt, so dass wir ausgiebig Zeit fuer einen Strandspaziergang und ein Bad im kuehlen Nass hatten. Mittags assen wir frischen Fisch direkt am Strand – lecker! Es war einfach herrlich und als Sahnehaeubchen hatten wir erwaehnten Stempel plus Visum im Pass. Wenn das mal kein toller Tag war! ;)
Dienstags verabschiedeten wir uns in der Frueh dann schweren Herzen von Mike und machten uns auf, um das naechste Land zu erkunden: Swaziland, nach Gambia das zweitkleinste Land Afrikas, das von einem Koenig regiert wird. Die Landschaft wird ziemlich von Bergen dominiert und erinnerte uns ab und an ziemlich an die Alpen. Obwohl das Wetter nicht gut war, war Swaziland dennoch sehenswert. Leider blieb uns nicht die Zeit, uns naeher mit den Traditionen der Swazzi zu beschaeftigen, so dass wir wohl oder uebel noch mal zurueckkehren muessen... ;)
Jetzt wuensche ich euch aber erst mal allen wunderschoene Weihnachten und ein tolles neues Jahr 2008, in dem wir uns ja allerspaetestens froh und munter wiedersehen. Ich hoffe, ihr habt eine gute und ruhige Zeit und eine schoene Feier. Macht es gut, ich denke dann mal an euch, wenn ich in Cape Town in der Sonne bin.
Alles LiebeEure Andrea

2 Kommentare:
Hey, nicht schlecht und definitiv wieder einmal beneidenswert, was ihr da so alles erlebt! Doch hab ich das Bild wo ihr zwei Köpfe aus dem Sand guckt tatsächlich richtig erkannt??!!?? ;-)
Lieben Gruß aus der Heimat!
oh ja da kann ich meinem vorredner nur zustimmen. hach is es shcön auf deiner page zu lesen, wenn man eigentlich lernen sollte=)
querida ich hoffe du hattest ein schönes weihnachtsfest. Ich drücke dich ganz dolle.
Guten rutsch und leckeren sekt!!!!
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