Die Gruppe (v.l.): Norman, Georg, Willem, ich, Sidney, Jenny, John, Eva
Aufgrund des Staus, der uns viel Zeit kostete, kamen wir nach ca. 7-stuendiger Fahrt am Campingplatz an, wo wir die erste Nacht in 3 Zelten verbringen wollten. Die Ankunft wurde mit einem fantastischen Braai und den dazugehoerigen Getraenken zelebriert. Als Kulisse bot sich uns ein klarer Sternenhimmel dar, an dem aufgrund der Hoehe unzaehlige Sterne zu sehen waren.
Leider war die Fitness unter den Mitwanderern nicht wirklich gleich, so dass wir anfangs sehr oft warten mussten. Dafuer konnten wir aber die wunderschoene Kulisse bewundern, welche uns dargeboten wurde: Die Drakensberge bestehen aus sich aufstufenden Plateaus, so dass es zahlreiche Ebenen sowie ebenso viele Steilhaenge gibt, die es zur ueberwinden gilt. Hinzu kommt, dass die gesamte Flaeche mit Gras ueberzogen ist, so dass die Berge aussehen, als waeren sie mit Teppich ausgelegt.
Nachdem die Abstaende immer groesser wurden und wir immer laenger warten mussten, entschlossen sich die beiden deutschen Maedels zur "Aufgabe" und blieben in der Hoehle, in welcher wir in der kommenden Nacht schlafen wollten.
Ich ging mit den 2 Suedafrikanern (der andere war direkt von Anfang an im Tal geblieben) und den 2 deutschen Jungs weiter - und leichter wurde es nicht. Besonders beschwerlich war die Tatsache, dass wir unser komplettes Gepaeck auf dem Ruecken trugen, sprich Schlafsack, Isomatte, Klamotten, Essen, Kochausruestung etc.
Links Aufstieg auf dem Plateau, rechts (im hinteren Bildteil) der Cathedral Peak
Durch die Verzoegerung am Anfang gingen bzw. kletterten wir in recht zuegigem Tempo, um unser Ziel noch zu erreichen. Insgesamt mussten naemlich auf einer Strecke von etwa 10km ca. 1500 Hoehenmeter zurueckgelegt werden. Zwischendurch machten wir einige Pausen, um die Landschaft zu geniessen und uns von den Strapazen zu erholen.
Als wir fast die Spitze erreicht hatten, beschloss Sidney, uns alle auf andere Namen zu taufen, um den entsprechenden Besonderheiten gerecht zu werden. Seitdem nannten sich die Gruppenmitglieder wie folgt: Awesome German (alias Norman), Wille Willem (Der schnelle Willem), Super Boer (Super Bure alias Sidney) und ich kam in die Ehre des Namens Unbelievable Andrea, da Sidney sich nicht mehr einkriegen konnte, dass ich "such a tough German woman" war. Es kam sogar soweit, sein Selbstwertgefuehl zu zerstoeren, denn er sagte: "I don't feel like a man any more!" :D Ich glaube, ich habe davon profitiert, dass meine Eltern mich in meiner Jugend (hihi) immer durch die Alpen gejagt haben (an dieser Stelle ein dickes Dankeschoen!).
links: Gruppenbild kurz vor dem Gipfel, rechts: Die Jungs auf dem schwersten Stueck
Ganz die Spitze erreichten wir jedoch nicht mehr, denn in den Drakensbergen kann das Wetter sehr schnell umschlagen und im worst case ziehen starke Stuerme innerhalb kuerzester Zeit herein. Kurz vor dem finalen Anstieg zog es urploetzlich zu, so dass wir uns nach ein paar Minuten zur Rueckkehr gezwungen sahen. 100 Hoehenmeter haetten uns noch gefehlt, aber die Sache war zu riskant.
Ganz die Spitze erreichten wir jedoch nicht mehr, denn in den Drakensbergen kann das Wetter sehr schnell umschlagen und im worst case ziehen starke Stuerme innerhalb kuerzester Zeit herein. Kurz vor dem finalen Anstieg zog es urploetzlich zu, so dass wir uns nach ein paar Minuten zur Rueckkehr gezwungen sahen. 100 Hoehenmeter haetten uns noch gefehlt, aber die Sache war zu riskant.
links: Georg mit Pavian Schaedel, rechts: giftige Bergschlange auf dem Weg
Der Abstieg vollzog sich recht schnell, obwohl wir alle sehr muede waren und unsere Beine ordentlich schmerzten.
Wieder an der Hoehle ging ich erst einmal unter die natuerliche Bergwasserdusche. KALT! :) Georg und ich sammelten Holz fuer unser illegales Feuerchen, die Maedels zauberten ein leckeres Mahl auf den beiden Gaskochern und auf diese Weise liessen wir den Tag ausklingen. Wir schliefen in der Nacht in Reih und Glied in der bitterkalten Felsenhoehle auf dem harten Boden und froren uns offen gesagt den Arsch ab. Aber es war eine Erfahrung.
links: Sidney, Georg & ich beim Chillen vor der Hoehle, rechts: Norman gammelt am Feuer
Am naechsten Morgen wachten wir um halb 7 auf, fruehstueckten und packten die Sachen zusammen. Den grossen Muellsack trug Super Boer, der sich mittlerweile wieder wie ein Mann fuehlte. ;) Aber wir alle hatten starken Muskelkater, wohl durch den steilen Abstieg bedingt.
Am naechsten Morgen wachten wir um halb 7 auf, fruehstueckten und packten die Sachen zusammen. Den grossen Muellsack trug Super Boer, der sich mittlerweile wieder wie ein Mann fuehlte. ;) Aber wir alle hatten starken Muskelkater, wohl durch den steilen Abstieg bedingt.
Im Anschluss daran sprangen wir noch eine Runde in den Pool und machten uns schliesslich mittags wieder auf den Heimweg.
Hier Sidney bei seiner Pool-Akrobatik:
Wir brauchten fuer die Fahrt nur 4h, so dass ich um 17 Uhr zu Hause ankam und mich nur noch mit Brokeback Mountain und einer grossen Tuete Chips ins Bett verzog.
Heute geht's mir eher bescheiden. Ich gehe so wie eine Oma, weil meine Muskeln so schmerzen. ;( Aber das war es wert!

5 Kommentare:
Wunderschön!, Respekt für die Wanderung hört sich hart an, aber irgendwie scheint es als ob die Berge keine BM051er auf dem Gipfel haben wollen...
deine unternehmungen am w.e. sind sooo toll dass die eigentlich alle strapazen der woche in den schatten stellen müssten! wirklich beeindruckende tour die ihr da gemacht habt!
hölle sag ich da nur. echt geil.
Och Mann Andrea, warum bitte hast du nen Bikini an, da werd ich ganz neidisch! Hier sind nämlich jetzt nur noch -1°C! Wenn du also bitte deinem Namen alle Ehre machst und so nett wärst und mal deinen Skianzug anziehen könntest:-)
Liebe Grüße und achja der Laden auf dem großen Einkaufszentrum hier in Helsinki heißt LUX und ist die luxioriöste Disco in der Stadt, wo sich die High Society trifft!:-)
Übrigens sehr spannender Bericht!
Julia
Ich will auch dahin :(
Schoene Bilder, schoen geschrieben. Weiter so Andrea!!!!!
Werde fleissig weiter lesen.
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